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Glock-Ansage an Auer: «Muss einiges springen lassen»

Von Andreas Reiners
DTM
Timo Glock

Timo Glock

Timo Glock hatte den Sieg beim sechsten DTM-Saisonrennen auf dem Lausitzring vor Augen, ließ seinen BMW-Kollegen Lucas Auer aber passieren. Für das große Ganze, wie er betonte, allerdings nicht umsonst.

Timo Glock ließ nach dem sechsten Saisonrennen keine Zweifel aufkommen: Die nächste Runde geht auf Lucas Auer. Das machte der Deutsche seinem BMW-Teamkollegen ziemlich klar. Ursprünglich wollte Glock von Auer «einige Bier» haben.

Doch wie Glock verriet, ist der Österreicher großer Fan des Apfelweins, den Glock durch seinen Sponsor bei den Rennen dabei hat.

«Dass ich ihm den Sieg auf dem Silbertablett serviert habe, dafür muss er jetzt einiges springen lassen», sagte Glock nach seinem zweiten Platz und dem überraschenden Auer-Sieg.

Silbertablett? In der Tat, denn Glock wehrte sich in der letzten Runde nicht, als Auer an ihm vorbeizog, verzichtete darauf, sich in einem Zweikampf unter BMW-Fahrern aufzureiben und am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Glock merkte drei Runden vor Schluss, dass sein Hinterreifen eingeht. «Ich hätte dagegenhalten können, aber dann hätten wir beide den Podestplatz verloren. Ich habe an das große Ganze und an BMW gedacht und Lucas vorbeigelassen, damit er das Rennen gewinnen kann. Es war schwer, nicht dagegenzuhalten, aber ich habe in den Rückspiegel geschaut, was da so los ist. Und da habe ich eins und eins zusammengezählt. Ich bin froh, dass ich den zweiten Platz noch retten konnte.»

Dass Glock und Auer überhaupt um den Sieg kämpfen konnten, haben sie einer mutigen Strategie zu verdanken. Der Plan: Früh zum Reifenwechsel in die Box kommen und die Audi-Konkurrenz so unter Druck setzen. Glock und Auer wechselten in der zehnten Runde die Reifen, das Audi-Trio um Polesetter Robin Frijns sowie Nico Müller und René Rast erst in den Runden 17 bis 19.

«Der Plan ist aufgegangen. Ich habe dann vor allem versucht, die Reifen zu schonen. Am Ende hatte ich viel Pickup aufgenommen, viele Vibrationen und Untersteuern, die Reifen waren weg. Dadurch kam Lucas wieder ran, und mir war klar, dass er noch einen DRS-Schuss hat. Deshalb habe ich mich gefragt: ‚Kämpfe ich um den Sieg mit Lucas und wir verlieren noch gegen die Audis?‘ Heute ging es um das größere Bild. Deshalb habe ich Lucas den Weg freigemacht.»

«Der Doppelsieg war ein wichtiges Zeichen für uns. Timo und Lucas waren mit einer sehr guten, konstanten Pace unterwegs. Entscheidend war aber auch unsere Strategie mit dem richtigen Zeitpunkt der Boxenstopps. Lucas hat recht früh gestoppt und ist entsprechend gut zusammen mit Timo nach vorne gekommen. Zusätzlich spielte das Reifenmanagement die nächste entscheidende Rolle. Dies ermutigt uns sehr für die kommenden Rennen», sagte Rudolf Dittrich, Leiter BMW Motorsport Fahrzeugentwicklung.


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