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Gericht bestätigt: BMW-Fahrerkühlung illegal

Von Andreas Reiners
Bleibt disqualifiziert: Tom Blomqvist

Bleibt disqualifiziert: Tom Blomqvist

BMW hat in der Berufungsverhandlung gegen den Ausschluss von Tom Blomqvist vom zweiten Rennen auf dem Norisring verloren. Das Berufungsgericht des DMSB hat die Disqualifikation inhaltlich bestätigt.

Was war passiert? Dem BMW-Team RBM wurde nach dem Event auf dem Norisring vorgeworfen, im BMW M4 DTM ein elektronisches System verbaut zu haben, das nicht dem technischen Reglement entspricht und einen Einfluss auf die Fahreigenschaften hat. Blomqvist wurde aus der Wertung genommen, das Auto beschlagnahmt. BMW hatte nach der Disqualifikation Einspruch eingelegt.

«Dieses Jahr ist das technische Reglement wieder sehr spät fertig geworden. Das braucht man aber, um zu wissen, was umgesetzt werden kann und was nicht. Danach haben wir mit dem DMSB eine Konversation gehabt zu verschiedenen Themen. Die Sichtweisen, die wir da bekommen haben, waren für uns nicht so zufriedenstellend, dass man sagen, kann, wir verstehen das», hatte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt das Vorgehen aus BMW-Sicht erklärt. Was bedeutete: BMW hatte Einspruch eingelegt, um gerichtlich klären zu lassen, ob das System, das laut BMW lediglich zur Kühlung des Fahrers dient, legal ist oder nicht.

Das Berufungsgericht ist der Argumentation der Sportkommissare nun allerdings «im Wesentlichen gefolgt», wie es in der Pressemitteilung des DMSB heißt. So sahen es die Richter als erwiesen an, «dass am BMW M4 DTM von Blomqvist ein aerodynamisch wirksames System genutzt wurde, dessen Einbau gegen mehrere Artikel des technischen Reglements verstößt. Das System sah vor, Luft im Bereich der hinteren Radhäuser ins Innere des Fahrzeugs zu führen, einen Teil der Luft zur Kühlung des Fahrersitzes zu nutzen und danach oberhalb des Diffusors ausströmen zu lassen», heißt es weiter. In verschiedenen Bereichen des Systems seien zudem Teile verwendet worden, die nicht mit der seit 28. Februar 2014 gültigen Homologation des BMW M4 DTM übereinstimmten.

BMW hatte der Verhandlung im Vorfeld entspannt entgegen gesehen. «Es ist ein normaler und supertransparenter Prozess, dass man eine Klärung in diesem Prozess für alle völlig vertretbar und nachvollziehbar anstrebt. Ich habe da volles Vertrauen in den DMSB und die Berufungsinstanz, dass wir für alle Parteien in der Klärung für alle zufriedenstellende Lösung haben. Das ist für mich ein absolut normales Vorgehen», hatte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt erklärt.

Das nach der Berufungsverhandlung nun offizielle Endergebnis des zweiten Rennens hat allerdings keinerlei Auswirkung auf die DTM-Wertungen, da Rookie Blomqvist beim Rennen auf dem Norisring ursprünglich nur Rang 16 belegt hatte.

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