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Neuer Motor: Was hat Mercedes noch im Köcher?

Von Rob La Salle
Lewis Hamilton in Barcelona

Lewis Hamilton in Barcelona

Hat Mercedes in Barcelona geblufft? Einem Bericht zufolge zünden die Silberpfeile in Australien die zweite Ausbaustufe ihres Motors, den auch die Kundenteams bekommen.

Niki Lauda hatte nach den Testfahrten auf die Frage nach den Favoriten etwas klarstellen müssen. Denn von dem üblichen Reflex wollte er nichts hören.

«Jeder sagt natürlich, wenn man sich die Vergangenheit anschaut, dass Mercedes wieder gewinnen muss. Aber das sind die naiven Menschen, die sich das Leben leicht machen», meinte Lauda, der die drei Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing enger beieinander sieht, mit Vorteilen für Ferrari.

Aber: Wie in den Wintertests der letzten Jahre ist die Standfestigkeit der Silberpfeile eindrucksvoll gewesen. Kein Team war insgesamt öfter auf der Strecke. Über 5000 Kilometer absolvierten die Silberpfeile an den acht Testtagen, gefolgt von Ferrari (4450).

Aber die Verbesserungen in der zweiten Testwoche schlugen nicht voll ein. «Es ist nicht leicht, das alles in Harmonie zu bringen», sagte Valtteri Bottas zum Optimieren am Unterboden, Flügel und bei den seitlichen Luftleit-Elementen. Ein gegnerischer Teamchef argwöhnte: «Mercedes wiegt alle in falsche Sicherheit. Ich bin davon überzeugt, dass Mercedes in Barcelona zu keiner Zeit volle Leistung freigegeben hat. Ihr werdet sehen.»

Das wird sich nun ganz offensichtlich in Australien ändern. Denn wie motorsport.com berichtet, sollen die Silberpfeile mit der zweiten Ausbaustufe der Antriebseinheiten ausgerüstet werden. Nicht nur das: Auch die Kundenteams Force India und Williams sollen die neue Power Unit bekommen.

Weiter heißt es, dass die neue Ausbaustufe bereits in Barcelona zum Einsatz kam, dabei aber Probleme an der Kurbelwelle auftraten und grundsätzlich mit angezogener Handbremse gefahren wurde.

Die Probleme mit der Zuverlässigkeit sind jedoch nun offenbar ausgeräumt, so dass man beim Saisonauftakt auf die neueste Entwicklungsstufe setzen will. Das würde erklären, warum Mercedes in Barcelona hinsichtlich der sowieso mit Vorsicht zu genießenden Bestzeiten hinter den beiden Ferrari von Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel notiert wurde.

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