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Vettel: «Wir wissen, was es geschlagen hat»

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel auf dem Fussballfeld

Sebastian Vettel auf dem Fussballfeld

Der Red Bull Racing-Star glänzt auf dem Rasen und will am Sonntag auch als Rennfahrer eine gute Figur machen.

Draussen dümpeln die Boote träge vor sich hin, schöne Menschen paradieren, die Sonne scheint – ein perfekter Nachmittag am Hafen von Monte Carlo. Aber ein junger Mann hat den Kopf woanders, denkt schon an die Aufgaben, die auf ihn warten.

Sebastian, warum ist der Monaco-GP etwas so Besonderes?
Hier zu fahren, das ist einfach eine Extra-Herausforderung. Allein schon wegen der grossen Tradition dieses Rennens.

Was ist hier ein Muss?
Das Qualifying ist schon ein erhebliches Stück wichtiger als auf jeder anderen Rennstrecke, weil man hier so schwer überholen kann. Ein gutes Quali ist schon die halbe Miete. Dazu kommen 78 schwierige Runden. Für die Technik, also Chassis und Motor, ein Klacks, aber von der Konzentration für den Piloten her ganz schwierig. Nicht nur, weil du inmitten dieses Leitschienenkanals fährst, sondern auch, weil du total durchgeschüttelt wirst. Du musst auf den Punkt hellwach sein und einen guten Rhythmus finden. Nur ein kleiner Fehler, und dein Rennen ist vorbei.

Für viele gilt der Red Bull Racing-Wagen als unschlagbar.
Ich glaube, kein Auto ist unschlagbar. Auch wenn ich schon damit rechne, dass wir sehr konkurrenzfähig sein sollten. Es ist ja oft davon die Rede, wieviel der Fahrer hier noch ausmachen kann, aber dennoch ist ein gutes Auto hier so wichtig wie sonst auch.

Wie sehr macht dir die mangelnde Zuverlässigkeit Sorgen?
Ich hatte nun in drei von fünf Läufen Probleme mit der Technik, jedes Mal etwas anderes. Natürlich ist das nicht schön, aber wir wissen, was es geschlagen hat, ich hoffe, wir haben diese Probleme gelöst und kann ein reibungsloses Wochenende zeigen.

Das würde bedingen, dass das Quali gut verläuft. Nicht einfach, mit 23 anderen Autos auf der Strecke.
Ja, und einige Autos davon sind erheblich langsamer. Gut, das ist ein Problem, das die meisten Fahrer haben. Aber es war schon auch eine Anregung der Fahrergewerkschaft, ob man hier für diesen engen und kurzen Kurs nicht eine andere Lösung finden könnte, etwa, indem man das Feld in zwei Gruppen zu zwölf Wagen teilt. Aber wie es in der Formel 1 oft der Fall ist, kam keine Einigkeit zustande, und obschon noch über dieses Thema gesprochen wird, bezweifle ich, dass sich da letztlich etwas ändert.

Du warst gestern am Fussballspielen, wie war’s?

Also die Fahrer haben gewonnen, das ist das Wichtigste, 4:2 gegen die Auswahl des Fürsten. Aber es ist immer das Gleiche (Vettel schmunzelt): am Anfang kicken wir so vor uns her, und sobald der Fürst merkt, dass sein Team im Hintreffen ist, werden mehr und mehr Profis eingewechselt, was uns Piloten natürlich ziemlich aus der Piste bringt.
 

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