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Bell: Alonso & Ferrari? Oder Button & McLaren-Honda?

Von Mathias Brunner
Bob Bell verlässt Mercedes

Bob Bell verlässt Mercedes

Mercedes trennt sich vom technischen Direktor Bob Bell. Die Frage ist: Wo geht der 56jährige Nordire im kommenden Herbst hin – zu Ferrari oder zu McLaren-Honda?

Bob Bell ist nicht mehr technischer Direktor von Mercedes, wir haben darüber berichtet (siehe HIER). Mit 56 Jahren ist der Nordire jedoch noch etwas zu jung für einen bequemen Lehnstuhl und die Rente. Die naheliegende Frage also: Wo zieht es Bob Bell nach Ablauf seiner vertraglichen Auszeit von sechs Monaten im kommenden Herbst hin?

Der gelernte Aerodynamiker und zunächst in der Luftfahrt tätige Brite war mit der Verpflichtung von Paddy Lowe überflüssig geworden. Der Beweis: sein Posten wird nicht neu bekleidet. Hinter Lowe und Projektleiter Aldo Costa hatte Bell keine Lust, auf die Dauer die dritte Geige zu spielen. (Ironie der Sache übrigens, dass Aldo Costa bei Ferrari gehen musste, weil er bei Ferrari zu konservativ gearbeitet hatte. Nun hat er für Mercedes das dominierende Auto gebaut.)

Möglichkeit 1 für Bell: Er folgt seinem früheren Renault-Wegbegleiter Fernando Alonso (2005 und 2006 bei Renault zwei WM-Titel) zu Ferrari. Aber auch dort würde sich die Frage stellen, wie er ins Organigramm passen soll – denn mit James Allison und Pat Fry sind dort bereits zwei Chefs vorhanden. Wozu bräuchte es einen dritten?

Bereits wird in Italien darüber spekuliert, ob Bell vielleicht Pat Fry ersetzen werde (der jedoch erst vor kurzem einen neuen Vertrag unterzeichnet hat). Nicht zu vergessen dabei: Bob Bell arbeitete bei Renault nicht nur mit Alonso zusammen, sondern auch mit James Allison ...

Möglichkeit 2: Aus England hören wir, dass es Kontakte zwischen Bell und McLaren gibt. Teamchef Ron Dennis und der künftige Motorenpartner Honda streben nach einer Verstärkung des technischen Stabs. Also Bell an der Seite von Jenson Button bei McLaren-Honda statt mit Alonso und Räikkönen bei Ferrari?

So oder so: Bob Bell kann nicht vor dem kommenden Herbst seine Arbeit aufnehmen. Damit ist sein Einfluss auf die Fahrzeuge 2015 (die derzeit konzipiert werden) beschnitten.

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