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Irrsinn und Vernunft: Windkanal weg, Motoren billiger

Von Mathias Brunner
In einem modernen Windkanal

In einem modernen Windkanal

​Das kann nur die Formel 1: die Strategiegruppe hat sich auf ein Verbot der Windkanäle geeinigt. Gut hingegen: Die Kundenmotoren werden günstiger.

So etwas ist nur in der verrückten Formel 1 möglich: da haben die Rennställe für Millionen und Millionen Windkanäle gebaut, instandgehalten und modernisiert, und nun soll die Benutzung verboten werden! Wie im Fahrerlager von Singapur die Runde macht, hat die so genannte Strategiegruppe der Formel 1 (bestehend aus Vertretern von Ferrari, Red Bull Racing, Mercedes, McLaren-Honda, Williams und Force India, dazu der FIA und der FOM) beschlossen – zum Kostensenken wird künftig auf die Nutzung der Windkanäle verzichtet. Dafür soll die Flussdynamikberechnung (CFD) intensiviert werden.

Beschlüsse innerhalb der Strategiegruppe werden per Mehrheit gefällt. Die genannten Teams haben je eine Stimme, je sechs Stimmen haben der Autoverband FIA und Formula One Management mit Bernie Ecclestone.

Aber nicht alles, was die Strategiegruppe beschliesst, ist Blödsinn (wie doppelte Punkte beim WM-Finale 2014 in Abu Dhabi oder das Verbot für Fahrer, am Helmdesign zu werkeln). So soll es endlich zum Kostendeckel für Kundenmotoren kommen – aktuelle Kundenmotoren sollen künftig pro Jahr 12 Millionen Euro kosten, Vorjahresmotoren 8 Millionen Euro. Heute bezahlten die Teams je nach Motorenpartner mehr als das Doppelte!

Angedacht ist es auch, Kosten für die Kraftübertragung auf zwei Millionen Euro zu deckeln. Teams wie Haas F1 übernehmen beispielsweise von Ferrari die komplette Hinterachse, also Antriebseinheit und Kraftübertragung.

Die Vorschläge der Strategiegruppe gehen nun weiter an die Formel-1-Kommission, von dort zum FIA-Motorsportweltrat, der am 30. September in Paris tagt.

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