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Billig-Turbo: Für McLaren-Honda «ein Albtraum»

Von Andreas Reiners
Eric Boullier

Eric Boullier

Der Billig-Turbo könnte 2017 kommen. Einige Teams sind damit alles andere als glücklich. McLaren-Honda zum Beispiel.

Am Montag bestätigte der Autoverband FIA, dass es eine Ausschreibung für Hersteller geben wird, die einen Billig-Motor für die Formel 1 anbieten wollen. Im Gespräch ist ein 2,2-Liter-Biturbo in V6-Version mit abgespeckter Energierückgewinnung. Über den Ladedruck würde der Motor auf ein Niveau geregelt, so dass er mit den gegenwärtigen 1,6-Litern-Hybriden auf Augenhöhe antreten kann.

Mögliche Kandidaten für einen solchen Motor, der ab 2017 eingesetzt werden soll: die britischen Motorenwerke Cosworth und Ilmor.

Einige der Teams sind nicht glücklich über diese Aussichten, noch bevor über den Alternativmotor abschließend abgestimmt wurde. So glaubt McLaren-Renndirektor Eric Boullier, dass es der richtige Weg wäre, mehr Zeit zu haben, um den Rückstand auf die enteilten Mercedes und Ferrari aufzuholen. «Wir glauben weiterhin, dass es besser wäre, Renault und Honda aufholen zu lassen, als bereits zu verändern», sagte Boullier «mororsport.com».

Zwar sei es noch zu früh für eine klare Position. «Doch es wird ein Albtraum sein, die Balance im Hinblick auf die Regularien zu finden. Es dürfte zudem nicht unbedingt fair sein, einen billigeren Motor zu haben, der eine bessere Leistung hat als die Top-Antriebseinheiten», so Boullier weiter.

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bekräftigte nochmals, dass man den Schritt nicht blockieren werde, der Billig-Turbo aber auch nicht das sei, wofür man sich entscheiden würde. «Der Hybrid ist wichtig, das wird heute auch auf den Straßen gefahren. Wenn man „Zurück in die Zukunft“ gehen möchte ist es nicht das, was wir als richtige Philosophie sehen», sagte der Österreicher.

Mercedes findet, man habe schon genug getan, um die Konkurrenzfähigkeit im Feld zu verbessern: Die Weltmeister haben zugestimmt, dass die Motoren 2016 frei entwickelt werden dürfen.

Toto Wolff: «Würden wir nur aus unserer Perspektive urteilen, so hätten wir bei der teilweise eingefrorenen Entwicklung bleiben müssen, um unseren Vorsprung zu verwalten. Aber wir verstehen das größere Bild in der Formel 1. Ein ausgeglichener Sport ist gut für die Formel 1 und letztlich auch für die Marke Mercedes. Also haben wir zugestimmt, dass die anderen die Möglichkeit erhalten, auf uns aufzuholen.»

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