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Chaz Davies über die MotoE: «Ist das goldene Ticket!»

Von Toni Schmidt
Chaz Davies beim Deutschland-GP

Chaz Davies beim Deutschland-GP

Chaz Davies beendete 2021 seine Karriere, die ihn um die ganze Welt führte. In diesem Jahr tritt er in der MotoE an. Im Podcast «Ducati Diaries» sprach er über seine zweite Karriere in der noch jungen Elektro-Rennserie.

Beinahe seit 30 Jahren betreibt Chaz Davies Rennsport. Zum Ende der Superbike-Saison 2021 beendete der damals 34-jährige Waliser seine Profikarriere, ehe er sich für ein Comeback in der MotoE entschied. Im «Ducati Diaries»-Podcast sprach er mit Neil Hodgson über die Kategorie und sein neues Projekt.

Seit 2019 gibt es die MotoE-Klasse. In den ersten Jahren lieferte Energica die Motorräder, zur Saison 2023 wurde Ducati Einheitslieferant. Voraus ging ein jahrelanger Entwicklungsprozess, an dem auch Chaz Davies beteiligt war.

Er erzäht: «Ich habe 2022 die MotoE-Ducati für einige Tage in Mugello und Misano testen dürfen. Mir hat das Elektro-Motorrad gefallen. Es klingt etwas nervig, denn es macht keinen Krach und ist keine klassische Ducati. Trotzdem ist es ein tolles Bike.»

Über viele Jahre war der Waliser als Pilot Teil von Aruba in der Superbike-WM. Das italienische Unternehmen bietet weltweit für Unternehmen Netzwerklösungen an und entschied sich in dieser Saison für den Einstieg in die MotoE – und fragte bei Chaz Davies dessen Verfügbarkeit für das neue Projekt an.

Davies: «Für Aruba ist es ein anderes Geschäftsfeld, was mehr im grünen Sektor verankert ist. Die Superbike-WM kann das nicht abdecken. Für sie machte es aus strategischer Sicht Sinn, in die MotoE einzusteigen.»

Die ersten Tests und Rennen holten den 32-fachen Superbike-Sieger auf den Boden der Tatsachen zurück. Davies: «Ich habe zwei Sekunden pro Runde zur Spitze verloren. Anfangs war ich happy, schließlich war ich zwei Jahre aus dem Profisport raus. Meine kompetitive Seite ist immer noch aktiv. Dieser Rückstand hat mich angekotzt.»

Inzwischen konnte Davies den Zeitrückstand halbieren. Er steht nach 6 von 8 Rennwochenenden auf WM-Rang 16 mit 28 Punkten. Sein bestes Ergebnis war in dieser Saison ein neunter Platz in Assen. Er wünschte, er wäre weiter vorne an der Spitze, sprach aber von schlechten Angewohnheiten, die er sich mühsam abtrainieren musste.

Die MotoE hat sich zu einem Sammelbecken zahlreicher ehemaliger Moto2- und Moto3-Piloten entwickelt. Das Niveau ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Für Davies ist klar, wer die Chance in der Elektro-Serie ergreifen sollte: «Als Moto2- oder Moto3-Pilot ist diese Kategorie das goldene Ticket.»

Zwei Rennwochenenden wird die MotoE in dieser Saison noch absolvieren. Derzeit führt Hector Garzo diese mit 179 Punkten an. Erster Verfolger ist Weltmeister Mattia Casadei mit 154 Punkten. Der einzige deutsche GP-Pilot, Lukas Tulovic, liegt mit 85 Punkten auf WM-Rang 9.

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