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MotoGP: Die grössten US-Stars in der GP-Königsklsse

Von Otto Zuber
Der letzte MotoGP-Sieg eines Amerikaners liegt schon eine Weile zurück: Ben Spies setzte sich 2011 in Assen gegen die Konkurrenz durch. Wir werfen einen Blick auf die grössten amerikanischen Racer in der WM-Königsklasse.

Auch wenn der letzte GP-Sieg eines amerikanischen Piloten in der grössten WM-Klasse schon Jahre zurückliegt – in der Geschichte der MotoGP gab es einige erfolgreiche Piloten aus den USA. Zusammen holten sie 15 Titelkronen in der Königsklasse.

Der letzte, dem dies bisher gelang, war Nicky Hayden, der sich 2006 zum Champion krönte und im Mai 2017 leider nach einem Unfall beim Fahrradtraining nahe Rimini verstarb. Der GP-Star, der nur 35 Jahre alt wurde, sicherte sich den Titel durch einen dritten Platz beim letzten Kräftemessen in jener Saison.

Zehn Jahre später war er in der Superbike-WM für das Honda-Werksteam unterwegs und wurde Gesamtfünfter. Schon vor dem «Kentucky Kid» gab es einige Amerikaner, die immer wieder für Schlagzeilen und hochgezogene Augenbrauen sorgten. Wir schauen auf die wichtigsten Amis in der Geschichte der grössten WM-Kategorie.

Kenny Roberts war der erste Amerikaner, der jemals den Titel in der Königsklasse gewann. Der Kalifornier wechselte 1978 von der American Grand National-Meisterschaft in den WM-Zirkus und begeisterte mit einem einzigartigen Fahrstil. Er rutschte mit seinem Hinterrad in die Kurven, um die Power seines Bikes schneller wieder nutzen zu können.

Diese Technik brachte den gewünschten Erfolg, und Roberts siegte gleich in seiner ersten vollen Saison als GP-Pilot in der 500-ccm-Klasse. Dieses Kunststück gelang in der grössten WM-Kategorie erst 2013 wieder einem gewissen Marc Márquez. Roberts siegte auch in den folgenden beiden Jahren nach seinem ersten Titeltriumph, 1981 wurde er Gesamtdritter und in seiner letzten GP-Saison 1983 schaffte er es auf den zweiten Tabellenplatz.

Bereits ein Jahr zuvor betrat mit Freddie Spencer ein weiterer Amerikaner die WM-Bühne. Der 20-Jährige aus Louisiana hatte sich den WM-Aufstieg als Honda-Werksfahrer in der AMA Superbike-Serie erkämpft und bereits 1980 mit seinem Sieg bei der British Transatlantic Trophy über den dreifachen Weltmeister Roberts auf sich aufmerksam gemacht.

1983 setzte er sich in seiner zweiten 500-ccm-Saison gegen seinen Landsmann Roberts durch und holte sich danach zwei weitere WM-Kronen: 1985 siegte er sowohl in der 250-ccm- als auch in der 500-ccm-Klasse. Er war der letzte GP-Pilot, dem dies im gleichen Jahr gelang. Lange durfte sich «Fast Freddie» über den Titel des jüngsten Weltmeisters in der grössten WM-Kategorie freuen, weil er bei seinem ersten Titel-Triumph erst 21 war. Abgelöst wurde er erst 2013 von Marc Márquez.

Eddie Lawson war der dominanteste Amerikaner aller Zeiten. Er bestach durch seine Beständigkeit, die dafür sorgte, dass er immer im Titelrennen dabei war. Der Kalifornier stieg 1983 in die MotoGP ein und machte sich zunächst mit der Meisterschaft vertraut. Ab 1984 gewann er regelmässig Rennen und in jenem Jahr auch den ersten seiner vier WM-Titel. Seinen letzten Titel fuhr er auf der Honda NSR500 ein, nachdem er zuvor immer auf Yamaha unterwegs gewesen war. Er war damit der Erste, der zwei aufeinanderfolgende Titel auf zwei verschiedenen Fabrikaten einfuhr.

Bei Wayne Rainey dauerte es etwas, bis sich der Erfolg in der WM einstellte. Nachdem er 1984 in der 250-ccm-Klasse seinen ersten WM-Einsatz bestritten und mit technischen Problemen und neuen Strecken zu kämpfen gehabt hatte, kehrte er im folgenden Jahr in die USA zurück. Dort entwickelte sich eine grosse Rivalität zu seinem Landsmann Kevin Schwantz.

Das Duo lieferte sich einen harten Zweikampf in der AMA Series, bevor beide das Duell 1988 in der WM weiterführten. Die Duelle mit Schwantz liessen Rainey immer besser werden, 1990 gewann er seinen ersten WM-Titel, den er zwei weitere Male verteidigte, bevor Kevin Schwantz 1993 den Gesamtsieg in der 500-ccm-Klasse einfuhr.

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