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Ist Sykes auf taktische Spiele von Rea reingefallen?

Von Ivo Schützbach
Polesetter Tom Sykes fuhr in Jerez nicht lange vorne

Polesetter Tom Sykes fuhr in Jerez nicht lange vorne

Der Titelkampf in der Superbike-WM 2016 ist so gut wie entschieden: Jonathan Rea hat nach Jerez 48 Punkte Vorsprung auf Tom Sykes, es gibt nur noch 50 Punkte zu holen. Sykes trägt die Niederlage mit Fassung.

Im ersten Jerez-Rennen am Samstag wurde Tom Sykes Zweiter, Jonathan Rea Dritter. Sykes verringerte seinen Rückstand von 48 auf 44 Punkte.

Den zweiten Lauf am Sonntag gewann erneut Chaz Davies auf seiner Ducati Panigale, Rea und Sykes tauschten die Plätze, der Rückstand des Engländers beträgt damit wieder 48 Punkte.

In zwei Wochen beim Finale in Katar gibt es nur noch 50 Punkte zu erobern, der WM-Zug ist für Sykes abgefahren. «Tom kann nur noch Weltmeister werden, wenn ich keine Punkte hole und er beide Rennen gewinnt», weiß WM-Leader Rea. «Bei der jetzigen Form von Davies halte ich die Wahrscheinlich beider Szenarien für sehr gering.»

Um ein Haar wäre die WM-Entscheidung schon in Jerez gefallen, hätte der näherkommende Nicky Hayden (Honda) Sykes kassiert. Doch im Ziel fehlten dem Amerikaner 0,7 Sekunden, er wurde Vierter. «Als Jonathan mich überholte, wurde seine Rundenzeit um eine Dreiviertelsekunde langsamer», kritisierte Sykes. «Ich weiß nicht, ob das Taktik war. Keine Ahnung, was während eines Rennens in seinem Kopf vorgeht. Letztlich ist das Racing, es war ein schöner langer Kampf – leider wurde ich nur Dritter, mehr war nicht drin. Am Ende war ich nahe dran, aber es war nicht genug.»

Rea bestritt gegenüber SPEEDWEEK.com taktische Manöver, um Hayden an Sykes vorbeizubringen und so den WM-Titel sicherzustellen. «Ich wusste, dass Nicky aufholt», hielt der Nordire fest. «Es war aber sehr schwierig Spielchen zu spielen und die Pace zu verlangsamen. Das war auch nicht mein Ziel. Nicky kam mit hoher Pace an uns heran, ich fürchtete, dass ich meinen Podestplatz verliere, wenn ich langsamer mache.»

Die starken Leistungen von Davies bereiten Sykes Sorgen. «Im Trockenen ist er inzwischen eine Autorität», hielt der Weltmeister von 2013 fest. «Am Montag haben wir einen wichtigen Test in Jerez, da müssen wir das Ruder herumreißen. Chaz hat viel Spielraum, er fährt auf einem sehr hohen Level. Ich will meinen zweiten Platz in der Meisterschaft nicht verlieren.»

Sykes büßte in Jerez 14 Punkte auf Davies ein, der Mann aus Huddersfield liegt vor den beiden letzten Rennen aber immer noch 19 Punkte voraus.

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