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Kawasaki: Portimão-Rennsimulation um Welten besser

Von Kay Hettich
Pere Riba (li) und Jonathan Rea sind an der Rennstrecke ein eingespieltes Team

Pere Riba (li) und Jonathan Rea sind an der Rennstrecke ein eingespieltes Team

An zwei Testtagen bereitete sich das Werksteam von Kawasaki in Portimão auf das Rennwochenende im September vor – mit beunruhigenden Erkenntnissen für die Konkurrenz.

Allein der WM-Stand macht deutlich, wie einseitig die Kräfteverhältnisse in der Superbike-WM 2017 verteilt sind: Kawasaki-Star Jonathan Rea führt mit 145 WM-Punkten vor Chaz Davies (Ducati) mit 95 Punkten. Der zweifache Weltmeister Rea bräuchte nach nur sechs Saisonrennen in Assen also nicht einmal antreten, um selbst bei einem Doppelsieg des WM-Zweiten seine Gesamtführung zu behaupten!

Gestärkt von einem solchen Polster lässt es sich leichter leben – und testen. Beim zweitägigen Portimão-Test brannte der fünffache Saisonsieger beeindruckende Rundenzeiten in den Asphalt – und davon jede Menge. «Wir haben nach 85 Runden an Tag 1 und ungefähr 70 am zweiten Tag eingepackt. Johnny hatte auf jeder einzelnen Runde eine starke Pace», berichtete Reas Cheftechniker Pere Riba zufrieden.

Nach einem Jahr Pause findet in Portimão im September 2017 wieder ein Meeting der Superbike-WM statt. In 1:41,4 min fuhr Rea beim Test seine schnellste Rundenzeit mit dem neuen Qualifyer-Reifen auf dem Niveau des aktuellen Streckenrekords.

«Im Hinblick auf das Rennwochenende haben wir uns am ersten Tag auf die Abstimmung der ZX-10RR konzentriert. Wir haben zwei Rennsimulationen gefahren, Informationen gesammelt, das Fahrwerk eingestellt – und alles war gut», erzählte der Spanier weiter. «Es waren aber nur vier Motorräder auf der Strecke, deshalb fehlte Gummi auf dem Asphalt. Dennoch konnten wir mit Rennreifen über die Distanz sehr schnelle Runden fahren, auch mit dem neuen Qualifyer-Reifen. Die Rennsimulationen waren viel schneller als früher. Wenn die Piste heißer ist, wird das aber schwerer sein.»

Kawasaki fand auch noch Zeit, um die Entwicklung weiter voranzutreiben. «Für den zweiten Tag hatten wir einen Testplan, bei dem es um die zukünftige Entwicklung des Bikes ging», verriet Riba. «Es ging um neue Fahrwerksteile, Federelemente und solche Dinge. Wir haben dafür gute und eindeutige Erkenntnisse gewonnen, also können wir mit dem Test rundherum zufrieden sein.»

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