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CFMoto rückt SBK-Einstieg näher: V4-Motor fertig

Von Rolf Lüthi und Ivo Schützbach
CFMoto präsentierte auf der Motorradmesse EICMA einen leichten und gleichzeitig leistungsstarken V4-Motor. Dem Einstieg in die Superbike-WM sind die Chinesen damit einen guten Schritt näher gekommen.

Wann wir das komplette Motorrad zu sehen bekommen, mag CFMOTO noch nicht präzisieren und auch mit Detailangaben zum Motor geizt der Motorradhersteller mit Sitz in Hangzhou am ostchinesischen Meer.

Mit 209 PS bei 14.500/min und 114 Nm bei 12.500/min wäre der V.04 genannte Motor auf Anhieb voll konkurrenzfähig, sofern es sich dabei um Daten für eine strassenzugelassene Motorenkonfiguration handelt, die Euro5+ erfüllt.

Mit 61,5 kg ist der Motor sensationell leicht, wobei solche Angaben mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen sind, weil nicht definiert ist, was am Motor alles montiert ist oder eben vor der Wägung abgeschraubt wurde.

Die Kurbelwelle des V4 rotiert rückwärts, was der Wheelietendenz des Motorrads entgegenwirkt und das Handling verbessert. Ein Trick, der bei allen MotoGP-Rennmaschinen angewendet wird. Für einen Quad (die CFMOTO in grossen Stückzahlen baut) macht eine solche Konfiguration keinen Sinn.

Weitere Details: 90 Grad Zylinderwinkel, DOHC-Ventiltrieb mit kombiniertem Antrieb der Nockenwellen mit Kette und Zahnradsatz. Schlepphebel zwischen Nockenwellen und den vier Ventilen pro Zylinder reduzieren die Seitenkräfte und ermöglichen dünnere Ventilschäfte.

Zwei Einspritzdüsen pro Zylindereinlass sind verbaut, eine spritzt in den Einlasskanal, die zweite sitzt zentral über dem Ansaugtrichter. Das entspricht dem Stand der Technik, ebenso die ovalen Flansche der Auslasskanäle.

Massive Befestigungsaugen für die Verschraubung des Motors mit dem Rahmen befinden sich vorne am Kurbelgehäuse, Verschraubungspunkte am Zylinderkopf sind nicht auszumachen. Das lässt die Spekulation zu, dass der Motor in einen konventionelles Chassis aus Alu oder Stahl eingebaut wird und nicht wie bei der Ducati Panigale V4 mit einem an den Zylinderköpfen verschraubten Monocoque kombiniert wird.

CFMOTO gönnt uns die realitätsferne Skulptur eines Motorrad, genannt «Master of Speed». Daraus lässt sich entnehmen, dass CFMOTO die Wichtigkeit von aerodynamischen Elementen erkannt hat und wohl auch an diesen Fragestellungen arbeitet. Ein Ram-Air-Einlass ist zu erkennen – haben alle anderen auch – und eine Unterzug-Schwinge mit einem Federbein, das an beiden Enden in der Schwingenkonstruktion befestigt ist.

Mutmassungen über die Vorstellung des fertigen Motorrads, dessen Markteinführung, Preis und eine allfällige Teilnahme von CFMOTO an der Superbike-WM wären derzeit Spekulationen, mit denen wir die SPEEDWEEK-Leser nicht belästigen wollen.

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