Ducatis MotoE-Prototyp bereits auf der Rennstrecke

Bisher zeigte Ducati der Öffentlichkeit nur eine Skizze
Beim zweiten Misano-GP verkündeten Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta und Ducati-CEO Claudio Domenicali am 21. Oktober, dass die Einheitsmotorräder für den «FIM Enel MotoE World Cup» ab 2023 aus Borgo Panigale kommen werden und somit die 260 kg schweren Energica Ego Corsa ablösen, die seit dem Debüt der Elektro-Serie in der Saison 2019 kaum weiterentwickelt wurden.
Damals sagte Domenicali: «Wir werden das ganze Jahr 2022 haben, um das Motorrad fertigzustellen, es auf die Strecke zu bringen und die gesamte Entwicklung zu betreiben. Wir wollen 2023 mit einem Projekt ankommen, das schon getestet und für gut befunden wurde. Da gilt es einmal die gesamten Anforderungen im Bereich der Sicherheit zu beachten, genauso wichtig ist aber, dass wir die Performance liefern, die Dorna von uns wünscht. Das Projekt basiert darauf, es so leicht wie möglich zu halten, auch wenn es ein Elektro-Motorrad ist. Wir haben auch die Vorstellung, die Software und alle Lehren, die wir aus der MotoGP gezogen haben, in dieses Motorrad einfließen zu lassen, um ein High-Performance-Produkt zu schaffen.»
Bei einem Treffen mit ausgewählten italienischen Medienvertretern erzählte Domenicali am gestrigen Donnerstag dann, dass das Rollout des neuen MotoE-Bikes bereits erfolgt ist. «Michele Pirro ist in diesem Moment mit der MotoE in Misano, wo unser Elektro-Bike zum ersten Mal auf die Strecke geht», verriet er gegenüber den Kollegen von GPOne.com.
«Es wurde eine eigene Rennabteilung geschaffen», ergänzte Gigi Dall’Igna, General Manager von Ducati Corse. «In wenigen Monaten wurde ein Prototyp gebaut – und die Gruppe wird von allen beneidet, weil sie praktisch freie Hand haben», schob der Technik-Fuchs nach.
Details sickerten bisher noch keine durch, aber aus Italien ist zu hören: Schon in der kommenden Woche soll der MotoE-Prototyp erstmals gezeigt werden.