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Zuerst schlimmste Befürchtungen: Tom Sykes bewusstlos

Von Ivo Schützbach
Der Sturz von Tom Sykes zu Beginn des zweiten Superbike-Rennens in Barcelona wurde nicht von den Kameras eingefangen. Wir sahen nur, wie der 36-Jährige regungslos neben der Rennstrecke lag.

Im Hintergrund lief gerade die italienische Nationalhymne zu Ehren von Sieger Michael Rinaldi und Ducati, als ich mich bei BMW mit Rennchef Marc Bongers und Tom Sykes’ Opa traf. Peter Brook war gerade auf dem Weg ins Krankenhaus zu seinem Enkel, den er schon die ganze Rennkarriere begleitet. Toms Mutter sowie seine Freundin hatten ihm Medical Center ins Catalunya Hospital begleitet.

Es waren erschreckende Bilder, wie der Engländer in Kurve 1 reglos auf dem Boden lag. Wie genau der Unfall passierte, ist unklar. Tom rutschte am Kurveneingang das Vorderrad weg, anschließend ist wohl der unschuldige Franzose Lucas Mahias mit dem Dahinschliddernden kollidiert. Das lassen zumindest Bilder vermuten, die einer unserer Fotografen eingefangen hat. Doch die Fotoserie ist lückenhaft, von der Kollision selbst gibt es keine Aufnahmen. Reifenspuren am Höcker von Sykes’ Lederkombi und an seinem Helm lassen vermuten, dass ihn der Kawasaki-Pilot dort mit dem Vorderreifen erwischt hat.

Mahias rannte in der Auslaufzone sofort zum bewusstlosen Sykes und winkte die Rettungskräfte herbei. Diese machten die Erstversorgung, luden den Weltmeister von 2013 in den Krankenwagen und brachten ihn ins Medical Center am Circuit de Catalunya. Inzwischen war Sykes wieder bei Bewusstsein, die Lederkombi konnte ihm ausgezogen werden, ohne dass sie zerschnitten werden musste. Laut Erstdiagnose hat er eine schwere Gehirnerschütterung, aber keine Knochenbrüche oder inneren Verletzungen.

Im Krankenhaus werden nun sämtliche Untersuchungen vorgenommen, um den genauen Gesundheitszustand von Tom festzustellen und ihn bestmöglich zu versorgen. Bei BMW waren alle sehr gefasst, die ersten Nachrichten aus dem Hospital machen Hoffnung, dass er Glück im Unglück hatte. Opa Peter hatte vor seiner Abfahrt ins Krankenhaus bereits mit einer Ärztin telefoniert, auch er war zuversichtlich.

Für Sykes beginnt nun ein Rennen gegen die Zeit, denn bereits am nächsten Wochenende steht der SBK-Event in Jerez an. Sollte er körperlich fit sein und von dem Sturz keine größeren Verletzungen davongetragen haben, muss er sich trotzdem erst einem medizinischen Check unterziehen, bevor er wieder fahren darf. Denn das Reglement schreibt vor, dass ein Fahrer normalerweise sieben Tage lang kein Rennen fahren darf, wenn er bewusstlos war. Die Regel wird aber recht variabel ausgelegt und anhand der Umstände angewandt.

Sollte Sykes für Jerez ausfallen, stünde Eugene Laverty als Ersatz parat. Dessen Team RS Squadra Corse hat sich nach dem vierten Saisonevent wegen finanzieller Engpässe aus der Weltmeisterschaft zurückgezogen, der Nordire steht direkt bei BMW unter Vertrag.

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