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Michael van der Mark (BMW): «Ein vergeudetes Jahr»

Von Ivo Schützbach
Michael van der Mark mit seinem Crew-Chief Markus Eschenbacher

Michael van der Mark mit seinem Crew-Chief Markus Eschenbacher

Auf den ersten Wintertest Anfang Dezember hatte Michael van der Mark verzichtet, weil er sich das Metall aus dem Bein und der Hüfte entfernen ließ. Die damit verbundenen Einschränkungen waren größer als gedacht.

Während Scott Redding bereits Anfang Dezember in Jerez einige Runden mit der diesjährigen BMW M1000RR drehte, begab sich Teamkollege Michael van der Mark nach Belgien ins Krankenhaus, um sich sämtliches Metall aus dem rechten Bein und der Hüfte entfernen zu lassen.

Im März 2022 hatte er sich beim Training mit dem Mountainbike oberhalb des Sprunggelenks mehrfach das rechte Schien- und Wadenbein gebrochen. Die Brüche waren so verschoben, dass sie mit externen Fixateuren geradegestellt werden mussten. In einer zweiten OP bekam er Platten und Schrauben eingesetzt, um die Brüche zu fixieren.

Ende April kehrte der Niederländer bei seinem Heimrennen in Assen zurück auf die Rennstrecke, vier Wochen später brach er sich bei einem Highsider im ersten freien Training in Estoril den Oberschenkelhals rechts und fiel anschließend bis Anfang September aus.

Van der Mark lobte die Arbeit der Ärzte und wie schnell das Entfernen des Metalls ging. «Sie haben alles rausgenommen aus dem Sprunggelenk und der Hüfte», erzählte der 30-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com im Fahrerlager des Circuit de Jerez. «Ich sammle das Metall, die Teile sind recht eindrucksvoll. Als das Metall draußen war, vor allem aus der Hüfte, merkte ich, wie sehr es mich eingeschränkt hatte. Ich dachte, ich wäre okay und fühlte mich auch okay. Aber ich fühlte mich auf Anhieb viel besser, als das Metall in der Hüfte weg war. Es hat mich beim Fahren mehr eingeschränkt, als ich dachte. Ich konnte normal trainieren, aber es fehlte mir etwas die natürliche Beweglichkeit in der Hüfte. Ich war das ganze Jahr nie so fit, wie ich es vor den Verletzungen war – ich kam nie über 90 Prozent.»

Der BMW-Werksfahrer hatte nicht nur mit den Folgen seiner Verletzungen zu kämpfen, er hatte auch die gesamte Saisonvorbereitung verpasst. «Das hat mich stark eingebremst», sagt er rückblickend. «Klar standen drei andere BMW in der Startaufstellung, aber ich konnte meine Pläne für die Vorbereitung nicht umsetzen. Scott Redding musste sich erst an das Motorrad gewöhnen, während ich nach einem Jahr Erfahrung genau wusste, welche Probleme wir zu lösen haben. Für mich war es letztlich ein vergeudetes Jahr.»

Diese Woche Mittwoch und Donnerstag testen beinahe alle Spitzenfahrer der Superbike-WM in Jerez, unter ihnen auch das BMW-Quartett.


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